Zu Ostern ausnahmsweise mal ein Blog ohne „erhobenen Zeigefinger“ und Tipps zum Heilfasten o. Ä. Stattdessen ein mitfühlender Blick in die Nöte eines Osterhasen, dessen Darmwindungen zur Unzeit Kummer machen …
Vor ziemlich genau zwei Jahren gab an dieser Stelle der Osterhase Fluffy* (5) sein Debut. Er hatte es schon damals nicht leicht, weil eine Gruppe von Hasen und Lämmern meinte, er sei einfach „zu flauschig für die Rolle des Osterhasen“. Heute, zwei Jahre später, sollte ihm qua Alter und Lebenserfahrung doch noch die Ehre zuteil werden, neben dem schweren Eierkorb auch die Verantwortung zu tragen. So kam es, dass sich Fluffy auf einer blühenden Frühlingswiese zwischen summenden Bienen und viel zu motivierten Vögeln wiederfand und über seine Rolle sinnierte: Er war jetzt nicht mehr irgendein Hase, sondern der Osterhase. Meister der bunten Eier und heimlicher Star jeder Kindheitserinnerung.
Doch ausgerechnet jetzt … lief es nicht rund. Genauer gesagt: Es lief viel zu schnell. Und viel zu oft. Fluffy hatte schrecklichen Durchfall. Das kannte er gar nicht, normalerweise kackte er kleine, trockene Hasenkötel.

„Nicht schon wieder“, stöhnte er und hielt sich den Bauch. Sein treuer Assistent, eine leicht überforderte Feldmaus namens Harry, stand plötzlich vor ihm und drängte: „Äh, Fluffy? Die Kinder warten. Und die Eier sind noch nicht versteckt.“
„Ach, die Eier“, seufzte Fluffy schwach. „Ich kann gerade nicht mal mich selbst verstecken.“ Harry war bestürzt. „Oha, das klingt ernst.“ „Es IST ernst!“, rief Fluffy. „Ich habe seit gestern Abend bestimmt zwölf, nein, dreizehn Mal, ach, ich habe aufgehört zu zählen …“
Harry notierte sich „13+ Toilettengänge“ in sein kleines Notizbuch, das er immer bei sich trug, obwohl überhaupt nicht klar war, welchem Zweck es diente.
Ostern ohne versteckte Eier?
Das war ja wie Weihnachten ohne Geschenke, wie ein Smartphone ohne Akku. Eine Katastrophe! Die anderen Tiere im Wald begannen bereits zu tuscheln. „Hast du gehört?“, flüsterte die Amsel. „Ja ja, der Osterhase hat Dünnpfiff“, antwortete der Fuchs und grinste breit. „Das erklärt, warum er gestern so schnell gerannt ist“, kicherte das Eichhörnchen. „Mann, dem flatterten richtig die Eier“, amüsierte sich der Dachs. „Aber der Korb mit den Eiern steht doch hier noch“, piepste eine junge Wachtel dazwischen und kratzte sich mit dem Flügel am Kopf. Die Älteren kugelten sich vor Lachen, und irgendwann stimmte die Wachtel – ohne zu wissen, warum – etwas verlegen mit in das Gelächter ein. Lachen ist halt ansteckend.

Fluffy fühlte sich elend. Nicht nur körperlich, sondern auch emotional. Er war schließlich ein Symbol. Eine Legende. Und jetzt? Ein Hase mit Magen-/Darm-Problemen.
„Ich kann so nicht arbeiten“, sagte er schließlich zu Harry, der inzwischen mit einer Wärmflasche und einem sehr fragwürdigen „Selbsthilfe-Ratgeber für gestresste Hasen“ bewaffnet war.
„Wir brauchen eine Lösung“, sagte Harry entschlossen. Zunächst versuchten sie es mit klassischen Hausmitteln. Kamillentee. „Schmeckt wie nasse Wiese“, kommentierte Fluffy. Dann Zwieback. „Ich bin ein Hase, kein Rentner!“ Auch der geriebene Apfel fand keinen Anklang: „Warum ist der so braun?!“ Nichts half. Im Gegenteil: Fluffy wurde immer nervöser. Und das war kontraproduktiv, denn damit steckte er auch Harry an.
„Vielleicht sollten wir einen Arzt aufsuchen“, schlug Harry vor. Fluffy war empört: „Ich gehe doch nicht zu einem Arzt und sage: ,Hallo, ich bin der Osterhase und habe Durchfall’! Nach einer längeren Pause ergänzte er: „… obwohl das eigentlich ziemlich ehrlich wäre.“

Da alle bisherigen Versuche gescheitert waren, beschlossen die beiden, sich auf die Suche nach einem Heilmittel zu machen. „Irgendwo im Wald muss es doch ein Kraut geben, das hilft“, sagte Harry. „Natürlich“, murmelte Fluffy resigniert. „Weil magische Kräuter ja auch immer ganz leicht zu finden sind.“ Da sie jedoch keine Wahl hatten, machten sie sich auf den Weg.
Ganz langsam. Mit häufigen Pausen. Sehr häufigen Pausen. Nach mehreren Zwischenfällen, die von lautem Stöhnen begleitet wurden, trafen sie auf die weise Eule. Die saß auf einem Ast, blickte ernst und hatte die Aura von jemandem, der definitiv schon schlimmere Dinge gesehen hatte als einen verzweifelten Hasen.

„Was führt euch zu mir?“, fragte sie mit tiefer Stimme. Fluffy zögerte. Harry nicht. „Er hat Durchfall.“ Die Eule nickte langsam. „Tja, das Leben ist manchmal … flüssig.“
Findet das seltene Kraut!
Fluffy verdrehte die Augen und stöhnte. „Ihr sucht ein Heilmittel“, fuhr die Eule fort. „Dann müsst ihr das seltene Kraut finden: den Wiesen-Dost.“ „Den was?“, fragte Fluffy. „Wiesen-Dost“, wiederholte die Eule. „Auch bekannt als Wilder Majoran oder Wohlgemut. Er wächst auf sonnigen Lichtungen und hat heilende Eigenschaften für den Magen-/Darm-Trakt. Hast du das denn nicht in der Hasenschule gelernt?“ Fluffy wand sich – nicht nur wegen der Bauchschmerzen. „Um ehrlich zu sein, nein“, gestand er.
„Dost“, dozierte die Eule ungerührt weiter, „wirkt überdies krampf- und schleimlösend und wie gesagt verdauungsfördernd. Außerdem wird sie bei nervöser Unruhe und zur Stimmungsaufhellung eingesetzt.“ Die Eule drehte ihren Kopf um 180°, als ob sie dort noch weitere Infos finden könnte, aber das war’s offenbar.

„Gegen nervöse Unruhe“, murmelte Harry, „das könnte sogar ich jetzt ganz gut vertragen.“ Jedenfalls hatte er eifrig mitgeschrieben. „Und wo finden wir diesen Dost?“
Die Eule lächelte geheimnisvoll. „Folgt einfach dem Duft.“
Fluffy war erschöpft, gereizt und hatte ein sehr kompliziertes Verhältnis zu jeder Art von Bewegung entwickelt. Doch dann roch Harry etwas. „Riechst du das?“ Fluffy schnupperte vorsichtig. „Pizza?“
„Nein! Das muss es sein. Das Kraut!“ Sie folgten dem Duft und fanden schließlich eine kleine, sonnige Lichtung voller zarter, violetter Blüten. „Das muss es sein“, flüsterte Harry ehrfürchtig.

Fluffy betrachtete das Kraut skeptisch. „Und das soll mich retten?“ „Die Eule hat es gesagt.“ „Ja ja, die Eule hat auch gesagt, das Leben sei flüssig. So ein Schmarren.“
Harry bereitete einen Tee aus dem Wiesen-Dost zu und reichte ihn Fluffy. Der nippte vorsichtig daran und nahm dann einen großen Schluck. Harry starrte ihn mit großen Augen an. „Und, spürst Du schon was?“ Fluffy setzte den Becher ab, horchte in sich hinein und wunderte sich: Das Gefühl, sofort irgendwohin rennen zu müssen, war verschwunden! Fluffy öffnete langsam die Augen und flüsterte: „Ich glaube, … es ist weg!“
Harry starrte ihn an. „Ernsthaft?“ Fluffy machte sich vorsichtig gerade, obwohl er noch ziemlich wacklige Hasenfüße hatte. Dann machte er einen kleinen Hüpfer. Und noch einen. Dann einen großen Sprung. „JUHU, ICH BIN GEHEILT!“, entfuhr es ihm. Doch in die Erleichterung mischte sich sofort die Erkenntnis, dass es inzwischen sehr spät geworden war. „Wir haben nur noch wenige Stunden bis zum Morgen!“, rief Harry. Doch Fluffy zeigte nur ein überlegenes Grinsen. „Dann wird es Zeit, Geschichte zu schreiben.“ Und das tat er.
Mit unglaublicher Geschwindigkeit begann Fluffy, seine bunten Eier zu verstecken. Unter Büschen. Hinter Steinen. In Blumenbeeten. Sogar in Astgabeln, die schwer zu erreichen waren. Harry kam kaum hinterher. „Wie machst du das?!“ „Nach dem, was ich durchgemacht habe“, sagte Fluffy, „ist das hier ein Spaziergang.“

Als die Sonne am Sonntagmorgen aufging, war alles vorbereitet. Die Kinder fanden die Eier und freuten sich. Und niemand ahnte, welches Drama sich hinter den Kulissen abgespielt hatte. Fluffy saß auf einer Wiese, erschöpft, aber glücklich.
Harry setzte sich neben ihn. „Du hast es tatsächlich geschafft.“ Fluffy nickte. „Und ich habe etwas gelernt.“ „Was denn?“ Fluffy lächelte. „Unterschätze niemals die Macht eines guten Heilkrauts – und die Gnade einer funktionierenden Verdauung. Eines ist mir jedenfalls klar geworden: Man sollte immer Wiesen-Dost auf Vorrat haben. Man weiß ja nie.“

Was weder Fluffy noch die weise Eule wusste, war, dass wilder Majoran in META-CARE® Origanox sogar auch bei Atemproblemen hilft. Wenn einem also die Puste ausgeht. Zum Beispiel beim vielen Rennen. Und sollten über Ostern ein paar Menschenkinder (egal, welchen Alters) ebenfalls feststellen, dass das Leben manchmal „flüssig“ ist (nein, damit ist nicht der Eierlikör gemeint), hilft dagegen zuverlässig OMNi-BiOTiC® 10. Aber das wissen schlaue „Oster-Helden“ ja schon längst …
In diesem Sinne: Frohe Ostern!
Ihre
Dagmar Praßler
* Name geändert
Titelbild: © Yta23 shutterstock
Durchfall
In meinem Blog beschreibe ich regelmäßig Erfahrungen aus meiner Praxis, insbesondere den Verlauf einiger konkreter Behandlungen. Ich weise darauf hin, dass die beschriebenen Verläufe Einzelfälle sind und keine allgemein verbindlichen Rückschlüsse daraus gezogen werden können. Andere Menschen können anders reagieren, auch wenn sie die gleiche Behandlung erfahren. Neben den von mir beschriebenen Produkten gibt es fast immer auch weitere von anderen Herstellern.
Es handelt sich in den Beschreibungen um meine subjektiven Wahrnehmungen, ein Heilversprechen ist darin nicht zu sehen. Bei Beschwerden sollten Sie grundsätzlich ärztlichen Rat oder den einer Heilpraktikerin / eines Heilpraktikers einholen.
Im Wechsel zu den Berichten aus der Praxis widme ich mich hier aber auch (unter dem Rubrum „News“) aktuellen Studien, die ich für erwähnenswert halte oder einen direkten Bezug zum Mikrobiom haben. Auch hier handelt es sich ausschließlich um redaktionelle Beiträge.







